Karibu-Reisen

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Italien Tour 2009

 

 

 

Tag 1

Heute sind wir um 03.00 aufgestanden und dann um 04.30 gestartet. Fahrt bis erster obligatorischer Stopp bei der letzten Tankstelle vor der italienischen Grenze. Schnell einen Espresso und ein Gipfeli für uns zur Stärkung und für unser Karibu ein grosser Schluck Diesel :-)
Dann gings ohne Prbleme bis nach Milano, wo uns unser Nüvü richtung Venezia lotste und uns damit völlig verwirrte. Aber im Endeffekt war es wohl die bessere Lösung :)
Die vielen Zahlstellen wollen wir auch nicht unerwähnt lassen, vor allem, dass wir nie mit der VISA bezahlen konnten, und darum mal ne "Rückwärtsgangeinlegenaktion" machen mussten. Da wir aber niemanden hinter uns hatten, war das kein Problem :-)
So langsam wurde es richtig heiss im Karibu. Wir konnten uns mit frisch gekühltem Wasser erfrischen, oder den mitgenommenen Früchten wie Kirschen, Erdbeeren und Himbeeren :-) Der rote Kirschenfleck auf Stefans Hose blieb natürlich nicht aus :-s
Kurz vor Bologna standen wir das erste mal im Stau, wegen eines Unfalles. An einer Raststätte gabs dann eine Pinkelpause und wieder was kleines zur Stärkung. Kurze Zeit später standen wir wieder  im Stau weil sich eine Abzweigung Richtung Rimini bis nach hinten staute- dieses mal aber ca. 20min.
Wir kochten nur so vor uns hin: aber "Rexona liess uns nicht im Stich" :-)
Um ca. 16.30 führen wir dann in Rom ein, wo uns das Navi über einen kleinen Umweg zum Camping Platz Flaminio führte. Plätze hatte es genug und somit haben wir uns im "C" unter einem Baum neben den Sanitäranlagen "eingenistet" Die wohlverdiente Dusche war das beste was uns passieren konnte :-) Der Nassbereich ist super gepflegt und eingerichtet mit leise klingender Musik. Der kleine plätschernde Brunnen beim Eingang verschafft auch eine angenehme Atmosphäre.
Nach dem wir es uns ein bisschen eingerichtet hatten, zogen wir los Richtung Stadt. Bei der Zug Haltestelle waren wir uns nicht sicher, ob diese noch in Betrieb war, so wie diese ausgeschaut hatte ;o) aber der Zug brachte uns tatsächlich zum Piazza del Popolo wo eine riesige Bühne augestellt war und Unmengen von Leuten rundherum standen. Wir schauten kurz zu, liefen dann aber Richtung Colosseum wo wir untwegs noch ne superfeine Pizza auf der Hand assen :-)
Die Gassen und Strassen waren voller Leute und die Geschäfte noch geöffnet. Die pompösen Gebäude an denen wir vorbei schlenderten sind schon sehr eindrücklich.
Die 1. Siegessäule die wir sahen ist Super schön erhalten.
Wir konnten es nicht lassen, obwohl wir total fertig waren und die Füsse etwas schmerzten, bis zum Colosseum zu laufen. Aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt. Ich war total beeindruckt und wäre am liebsten in die Römerzeit zurück gekehrt. :-) Nach ein paar Fotoshootings und Besichtigungen der Ausgrabungen waren wir dann doch ziemich hungrig und suchten uns ein Restaurant. Gianluca führte uns dann an einen Tisch wo wir uns je einen Teller frittierter Meeresfrüchte genehmigten. Sichtlich erschöpft von der Anreise schlossen wir den Abend mit einem Limoncello ab :)
Zu Fuss wieder Richtung Piazza del Popolo wo sich nun noch mehr Menschen versammelt haben und inzwischen eine Art Theater vorgeführt wurde. Die Menschen schienen sichtlich begeistert zu sein. Sogar kleine Kinder waren dabei und spielten, z.B. wie  2 Mädchen am Boden ein Kartenspiel, während die Eltern sich ob dem Theater-Stück amüsierten :-) Herrliches, lebendiges Italien!!
Natürlich konnten wir die Finger von einem Gelato nicht lassen :-) für mich gabs ein Yoghurt und für Stefan ein Cassata :-) für 2.50 € gabs nicht nur ne Kugel, sonder viiiel mehr :)
Mit dem Tram 2 fuhren wir dann zum Piazza Mancini und von da aus mit dem Bus 200 Richtung Campingplatz. Im Bus hätten wir gerne Deo verteilt.
Nachdem wir nun den ganzen Abend schwarz fuhren, haben wir uns entschlossen, am nächsten Tag ein Billet für den ganzen Tag zu lösen ;-) und 4 € ist human :-)
Ab ins Bett und ein bisschen Träumen.
Start Km: 116´420
Diesel:CHF 85.- / € 46.-
Maut:1.40 / 1.80 / 33.40

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Tag 2

 
Nach einer gut-tuender Nacht sind wir um 07.17h aufgestanden und nach der Dusche haben wir uns am Buffet bedient. Wie immer in Italien ist das Frühstück eher minimal, aber wir wurden satt.
Ab in die Stadt! Mit dem Zug wieder zum Piazza del Popolo und von da aus zum Piazza Navona wo wir ein paar Fotos schossen und dann zum Pantheon liefen. Als wir da ankamen, mussten wir anstehen um rein zu gelangen- was uns keine Freude machte, bis wir sahen, dass gerade ne Messe od. so war, und darum das Pantheon noch "fermo (geschlossen)" war. Als wir rein kamen duftete es nach Weihrauch. Schon sehr eindrücklich, dass dieses sehr gut erhaltene Monument noch aus der Römerzeit stammt und sich die Architekten heute nicht vorstellen können, wie so was gebaut wurde. Auch hier ein paar schöne Fotos geknipst und dann genehmigten wir uns auf der Restaurant-Terrasse direkt vor dem Pantheon ein Gelato und schauten den Leuten zu. Nach einer kurzen Weiterbesprechung gings zu Fuss Richtung Colosseum. Unterwegs kauften wir aber ein Ticket für die Bustour "Open Tour". Es handelt sich hierbei um diese offenen Busse wo du auf- und abspringen kannst, wo du willst. D.h. natürlich nur auf der Tour die dieser Bus fährt. Nachdem wir dann wussten auf welcher Seite und wo genau unser Bus fuhr, waren wir schon fast richtig erschöpft, weil wir ca. 3x vergebens über die Strasse rannten ;o) und das bei dieser Hitze im sommerlichen Rom.
Beim Warten kauften wir uns dann noch einen japanischen Sonnenschirm 
Direkt zum Colosseo führte der Bus nicht, also machten wir noch ne kleine Extrarunde und hörten via Kopfhörer ein bisschen Geschichte zu den einzelnen Gebäude und Brunnen.
Beim Colosseo angekommen, mussten wir anstehen um herein zu kommen. 16€ ist ein stolzer Preis. Es war sehr eindrücklich. Der Rundgang wurde Audiovisuell geführt. Leider etwas unorganisiert wo welcher Info-Punkt ist. Das Colosseo ist riesig und wir waren sehr beeindruckt wie zur damaligen Zeit alles schon fortgeschritten war. Ein Teil wurde rekonstruiert und so konnte man sich vorstellen wie das dazumal ablief und aussah. Das Colosseo umfasste ca. 50 -70 000 Sitzplätze. Wenn man bedenkt wie viele Leute da umkamen, stimmt einen das sehr nachdenklich.
Die Hitze brachte uns fast um. Wir fuhren dann mit der Metro zum "Circo Massimo" wo die die Wagenrennen um „Ben Hur“ stattfanden.
Ein Stück weiter kam die Kathedrale mit der Bocca di verita, wo wir uns fotografieren liessen wie dazumals im Film "ein Herz und eine Krone" in den 50er Jahre mit Audrey Hepburn und Gregory Peck.
Mit dem Bus fuhren wir danach bis Termini und dann via Metro und Zug wieder zum Campingplatz zurück. Wieder eine wohltuende Dusche :-) Etwas müde fuhren wir dann wieder in die Stadt, wo wir noch was kleines gegessen haben. Leider nicht soooo gut, typische Touristenabfertigung ;o)  Naja…aber die ganze italienische Küche mit ihrer vielfältigen Küche liegt ja noch vor uns… :D

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Tag 3

 
Heute gings nach dem Frühstück und Waschen (1 Wäscheleine voll) wieder in die Stadt zum Fontana di Trevi.Sehr eindrücklich. Natürlich haben wir ebenfalls eine Münze reingeworfen.  Mal sehen.... nun sollten wir eigentlich wieder nach Rom zurückkehren , wann…? Hoffentlich bald wieder…Rom du ewige Stadt..!!
Die ersten Feigen haben wir auch gekauft.... njam njam 
Eigentlich wollten wir dann zum Vatikan, was wir aber dann nicht machten, weil es zu heiss war und uns das Abenteuer zur Weiterfahrt mahnte.. Den Vatikan besuchen wir das nächste Mal. So kehrten wir wieder zu unserem Karibu zurück und packten unsere Sachen. Vor dem Campingplatz kauften wir noch 6x 2-ltr.-Flaschen Wasser, welche uns beim Schleppen in dieser Hitze fast umbrachten.
2 Nächte inkl. Strom, Frühstück kosteten uns 85€ ist ganz oke. Der Platz ist wirklich sehr! sauber und edel.
Nach Pompeij hatten wir ca. 3 Stunden. Kein Stau - alles tip top. Stefan hat uns gut durch das Verkehrs-Gerangel gezirkelt  Ich habe ein paar Mal die Augen zu gemacht, als wir zum Campingplatz "Zeus" an den parkierenden Autos vorbei fuhren... mit Gegenverkehr. Angekommen am Platz, waren wir wieder sehr froh über die Dusche  Auch hier ist es sehr sauber 
Mit dem Fahrrad fuhren wir dann nach Pompeji wo wir unterwegs schon mal einen Vorgeschmack für die Ausgrabungen Morgen bekamen. Es war Super schön, mit dem Fahrrad zu fahren und nicht schon wieder unsere Füsse zu belasten 
Bei Pippo kauften wir dann 2 Pizzen und fuhren an ein ruhiges Örtchen, wo wir die feinen Stücke verschlangen....mhmmm... das gab Lust auf mehr und so fuhren wir zurück zu Pippo und assen noch ne Pizza und Gnocci und Antipasti. Die Velos durften wir auch ins Resti nehmen :-) Wo gibts das schon....??!!
Zurück zum Camper, inkl. Hundefütterung, diese herrenlose Hunde mit ihren Grossen traurigen Augen.., genossen wir den ersten Abend vor dem Karibu :-)

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Tag 4 / Pompej

 
Heute Morgen wurden wir unfreiwillig um ca. 04.30 geweckt - und zwar von Hundegejaule. Um 05.00 stand ich dann mal auf um nachzusehen, und allenfalls den Besitzer zu ermahnen. Als ich die Kaributüre öffnete,  kamen 2 wilde Hunde schwanz-wedelnd auf mich zu. Ich jagte sie weg und dann war  für ein Weilchen ruhe, doch dann gings wieder von vorne los.... um 07.00 standen wir dann auf. Es waren schon einige wachum uns herum. Ich düste dann mit dem Fahrrad los um frisches Brot zu holen. So konnten wir das erste Frühstück vor dem Karibu geniessen.
Um 09.00 zogen wir los in die ca. 200 mt. entfernte Ausgrabungsstätte. Wir waren nicht alleine : aber wir mussten nicht lange anstehen. Guide’s boten ihre Dienste für 100 Euro an. Ausser man wäre zu 10, dann kostets es nur noch 10 Euro / Person. Wir wollten uns diese Audioguide besorgen, als wir feststellten, dass wir zu wenig Geld mitgenommen hatten, und die Kreditkarte lag im Safe. So wartete ich während Stefan das Geld im Womo holte. Als wir bezahlen wollten, sollten wir einen Ausweis abgeben, als Pfand, na toll… unsere Ausweise lagen auch im Womo-Safe...hm... so schnappten wir uns doch den Guide.... auf Englisch in einer grossen Gruppe. Dann gings endlich los 
Wir haben sehr viele eindrückliche Dinge gesehen,... die Strassen, Häuser, Amphitheater.... und viele Fotos geknipst. Bewundernswert waren die weitvorgeschrittenen Bäder und Räume. Ebenfalls hatten die Römer schon ein Kanalisationssystem.... in den Strassen waren die Räderspuren der Fuhrwerke gut zu sehen.
 
Die Häuser an der Hauptstrasse hatten am Boden jeweils beim Eingang Rillen im Stein, was auf "Schiebetüren der Läden" hinwies. Die Römer genossen auch schon eine Art von Fast-Food, wie die vielen Bars deutlich machten, dort wurde gekocht und die kühlen Getränke aufbewahrt. Nach etwas Suchen fanden wir auch den Ort, wo man ca. 8 Körper fand, die sich in einem Garten an der Hausmauer schützen wollten, bevor die tödliche Giftwelle kam.. Diese Körper wurden als Hohlräume entdeckt und mit Gips ausgegossen, so kam unter der Hülle die menschlichen Körper zum Vorschein und man sieht sie nun so wie sie im Augenblick ihres Todes erstarrten, bevor sie von der Asche bedeckt wurden.
Einmal kletterten wir hinter einem Haus hinauf auf den Hügel, dort sahen wir einen Acker... Pompeji wurde ja ca. 15-20 mtr. hoch verschüttet, und unter diesem Acker, werden wahrscheinlich noch mehrere Häuser und  Schätze liegen, dieser Gedanke lässt unsere „Schatzsucher-Herzen“ höher schlagen ... oben auf dem Acker aber, war der Bauer beschäftigt, seine Saat einzubringen... schon kurios 
Es war ziemlich heiss, und wir waren nach der Exkursion in Pompej völlig kaputt. Auch hier sind die Wege leider nicht sehr gut beschrieben. Trotz Karte muss man die einzelnen besonderen Sehenswürdigkeiten genau suchen, und wenn man sich verläuft, dann macht man ein ziemlichen Umweg. Vor den Ausgrabungsstätten kauften wir uns eine dieser riesigen Limonen und einen frisch gepressten Orangensaft wow, das tat gut!!
Als wir dann zurück zum Karibu kamen, waren wir wieder völlig tot und haben uns nach einer Dusche erst mal ein Weilchen auf unsere Liegestühle gelegt. Natürlich sind wir auch eingeschlafen  Uns plagte ein kleines Hitzekopfweh, das bei mir schneller verschwand als bei Stefan. Noch mal etwas schlafen und die Tour planen für Morgen, und ab mit dem Velo in die Stadt in ein nettes Restaurant, wo wir uns feinen Buffalo-Mozzi gönnten. Für mich gabs dann ne Lasagne und für Stefan Spaghetti alla Vongole. Zuerst machten wir uns es im Innenhof gemütlich, bis wir von Mücken attackiert wurden, wir mussten ins Restaurant flüchten. Ein bisschen besser war es schon, trotzdem konnten wir uns kaum richtig auf das feine Essen konzentrieren, geschweige denn auf unser schönes Gegenüber!! Es war schrecklich... ständig auf die Beine zu gucken, und mit den Händen herum zu fuchteln. Kaum fertig gegessen, flüchteten wir nach draussen. Danach gingen wir einkaufen und wieder zum Karibu zurück, wo wir unser erstes Glas Wein auf dem Campingplatz gönnten. Für den Zmorgentrank haben wir auch gesorgt, indem wir auf die Orangenbäume neben dem Karibu kletterten, und die Orangen herunter holten diese Orangen waren so herrlich intensiv süss und saftig und so ergiebig…!!!
 
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Tag 5 / Pompej/Ercolano/Paestum
 
Heute Morgen gabs frisch gepressten O-Saft von den Bäumen rund herum. Danach zogen wir Richtung Bahnhof, der gerade neben dem Campingplatz liegt. Mit dem Zug fuhren wir dann nach Ercolano. Auf der Fahrt dorthin konnte man schön an die Küste sehen und im Dunst sogar Capri erkennen. In Ercolano angekommen liefen wir ein Weilchen bis zu den Ausgrabungen. Auf dem Weg ging es sehr steil nach unten und rund herum war einiges los... viele Leute waren auf der Strasse und ein Markt war im Gange.
Schon von oben her konnte man auf die Ausgrabung schauen, da ja alles unter der jetzigen Stadt liegt, also ca. 20 Meter unter dem Boden.
 
 
 
Dieses Mal erforschten wir die Ausgrabungsstätte nur mit dem Plan, ohne Audio - Guide... das klappte tip top.. da dieses Mal alles ein wenig besser beschriftet war, und auch nicht soo gross.. es wurde ja auch erst ca. ein Viertel ausgegraben. Ständig sieht man noch abgesperrte Zonen, und die jetzige Stadt wurde ja bereits darüber gebaut... da unten werden sich wohl noch einige Schätze begraben sein. Schon wieder Schatzsucher-Leuchten in den Augen…
Auch hier war es ziemlich heiss und es waren sehr viele Amerikaner in Riesen-Gruppen unterwegs, was nicht unbedingt nur schlecht war, da konnte man hin und wieder ein bisschen zuhören, was die Führer so erzählten.
Nachdem wir mit einem kleinen Umweg durch die engen Gassen vom heutigen Ercolano wieder am Bahnhof waren, fuhren wir wieder zurück. Zuerst stiegen wir in den falschen Zug ein, was jedoch nicht weiterhin tragisch war, da wir einfach bei der nächsten Haltestelle aussteigen, und in den richtigen Zug umsteigen mussten 
Dann gings an’s zusammen packen. Das war vielleicht ne Hitze. Trotzdem kletterte ich noch auf die Orangenbäume, um ein paar frische Orangen  für den Frühstückssaft zu pflücken  Noch schnell ein paar Sachen einkaufen und dann gings endlich los* Wir fuhren ca. 1,5 Stunden Richtung Paestum, an Salerno und der Amalfiküste vorbei ... leider darf man ja mit dem Womo nicht die Küste direkt befahren, so sahen wir die Küste halt nur am Ende bei Salerno. In Pastum angekommen fuhren wir an den alten Stadtmauern vorbei und zum Campingplatz Athena. Die ersten 2 Versuche um zu Parken scheiterten an den Bäumen, doch wir wurden noch fündig  Dann ab ans Meer.... das war schön, nach 5 Tagen endlich direkt am Meer campen :-) Wir genossen dann die Sonnne noch etwas auf unseren Liegestühlen....
Nun gings auf Duschesuche... wir fanden nur eine Dusche die nur kaltes Wasser bot.... das schien uns ziemlich komisch... von wegen ADAC Tipp und so... als wir dann später herausfanden, dass die Dusche weiter hinten kurz vor dem Strand war...hahaha war das witzig... ;o) Egal.. so waren wir auf jedenfall wach 
Die Deutschen Kollegen nebenan, gaben uns Info, dass um 05.30h eine Truppe gegen die Mückenplage mit Insektizid vorbei kommen wird... das war eine wichtige Info... so wussten wir, dass wir sämtliche Fenster und Luken schliessen und die Wäsche abnehmen mussten.
Endlich konnten wir unseren Znacht machen.(nach dem wir noch die Horde Ameisen von Pompeji in unserem Womo killten). es gab feine Oliven, Tomaten Mozzi (kein Buffalo) mit Feigen, Olivensardellenaufstrich und natürlich eine Flasche Wein :-) Sogar die langen Hosen konnte es vertragen, mit dem leichten Wind.. endlich ist diese Hitze aus der Stadt vorbei....die langen Hosen haben wir aber eigentlich wegen der Mücken angezogen... meine Beine wiesen schon je ca. 30 Mückenstiche von gestern auf** Das Rauschen des Meeres ist wunderschön.. ich denke wir schlafen super mit diesem Sound... Hunde sollte es heute Nacht keine geben... 
Dann hoppla.... der Wein schon leer... .. was nun??.... Stefan fragte unsere deutschen Nachbarn, ob sie wissen, ob es möglich sei, im Restaurant Wein zu kaufen.... tataaa... dann bekamen wir tatsächlich eine Flasche Montepulciano von ihm, da es im Restaurant keine zu kaufen gibt :-) als Gegenleistung schenkten wir Ihm natürlich eine Lindt-Schoggi  Nun war der gemütliche Abend mit Shisha und Wein gerettet

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Tag 6 / abenteuerliches Kalabrien

 
Heute war wohl der "Schlimmste" oder soll ich schreiben Unvergesslichste Tag ab Villamare.....
Wie alles begann....
Kurz vor dem einschlafen schwirrte eine Mücke im Womo herum.... wir wollten diese natürlich nicht einfach an uns ranlassen, so blieben wir wach und warteten ab, bis sie uns um die Ohren flog. Das Problm war nur, dass wenn wir diese eine killte, plötzlich die nächste um uns herum flog.... leider spielte sich das die ganze Nacht so ab !  Ich konnte zwischendurch wenigstens ein bisschen schlafen (neben Stefans Gefluche..) doch ich wurde  immerwieder wach und Stefan hat, glaube ich, gar nicht wirklich geschlafen.... ein mal war er sicher 1h auf und jagte die Mücken durchs Womo... es war eine Kathastrophen-Nacht. Am Morgen hatte ich soo viele Stiche am Bein... ca. 30-40,,,, schlimm !!  (habe Fotos gemacht) Stefan hat sicher an die 40 Mücken gekillt.... die Wände waren rot....  so was haben wir noch nie erlebt....
Als wir dann früh aufstanden, gingen wir zuerst eine Runde im Meer baden....um den ganzen Stress der Nacht zu vergessen... und von da wollten wir nur so schnell wie möglich weg. Gesagt getan :-) Wir packten alles zusammen und weiter südwärts gings....Wir fuhren schön der hügeligen Küste entlang.... auf und ab.... vorallem Auf... da beginnt doch schon die nächste Story !  Als wir ein Berg hinauf fuhren, sahen wir auf der Seite die Bauarbeiter stehen, es schien so, als käme da der ganze Hang langsam runter. Die Strasse war schon sehr eng und war unendlich lang und dann um die nächste Kurve… uns stockte der Atem... so ein steiles und in sich gewundenes Stück Strasse haben wir noch nie gesehen… mitten an einer einsamen Stelle an einem Berg, wo der Hang abgerutscht war hat man einfach drüber geteert, die steile Strasse kippte in sich zusätzlich noch rechts seitwärts hangabwärts.…und keine Stelle wo man wenden konnte…wir sassen in der Falle…es blieb uns nichts übrig…wir mussten da hoch..wie in einem Horrorfilm…Rückwärtsgang…Anlauf holen Vollgas….und… Stillstand…nochmals retour Vollgas..keine Chance den 2. Gang einzulegen…und schon war der Motor wieder aus…, da kam uns ein Auto entgegen…er fragte, ob alles OK wäre..und machte uns Mut, „Corragio..“ nur Mut, das schafft ihr !  und weg war er.. also nochmals allen Mut zusammen genommen, retour-rollen, Handbremse an, Vollgas, Handbremse los…die Kupplung rauchte, der Motor schrie im 1. Gang, wir schwitzten Blut… was wenn der 3.5 Tönner nicht hält.. und wir rückwärts-seitwärts das Tobel runterstürzen? Nein…es muss klappen…im Zeitlupentempo keuchte und schrie unser Karibu die letzten paar Meter der Steigung hoch und an der obersten Kuppe sprang und schaukelte unser Karibu, als müsste es sterben vom linken zum rechten Vorderrad.., ein letzter Ruck und oben waren wir…Karin sass verkrampft, die Beine angezogen, beide Hände irgendwo Halt suchend in ihrem Sitz…und der Fahrer himself…schnaufte aus und konnte es nicht fassen… wir hatten es geschafft…!!!! Karin wollte den Boden küssen... das war ja absolut schecklich.. was wenn das so weiter geht? Umkehren geht nicht…und das ganze jetzt noch so abwärts?...wir fluchten leise vor uns hin, froh, es dieses Mal geschafft zu haben „ dass diese Italiener nicht bessere Strassen bauen können? !  Bei der nächsten Möglichkeit machten wir einen Stopp und tranken etwas Kaltes mit einer wunderbaren Aussicht  auf die Bucht bei einem netten älteren Herr, wir erzählten ihm unser Erlebnis am Berg, er schüttelte nur den Kopf und meinte, das sei hier normal, die Regierung zahlt nichts an die kleinen Orte, nur in die Grossen Städte und Autobahnen würde investiert…als der Berg ins rutschen kam, war die Verbindungsstrasse vollkommen weggerissen und man baute notdürftig diese Strecke und als kein Geld kam, liess man dieses Provisorium so stehen…, dann klagte er uns sein Leid über die Krise, welche auch Italien fest im Griff hatte, die Leute haben kein Geld mehr und er keine Gäste.... wir plauderten noch etwas und er freute sich sehr, als wir ihm beim Abschied ein paar Schweizer-Fränkli, als Andenken schenkten…
Wir fuhren weiter, auf und ab..... wir erklommen sogar einen hohen Berg, wo es richtig kühl war. Die Vegetation ähnelte der in den Schweizer Bergen... es hatte ganz andere Bäume als am Meer unten. Wir fuhren immer mit der Angst, dass wieder so eine schreckliche Strasse kam.... aber unser Karibu schaffte alle Steigungen und steilen Abfahrten.
Als wie dann einen Campingplatz suchten, lotste uns das Navi in einem Dorf auch wieder auf und ab..... wir merkten dann, dass wir zu weit gefahren sind, und wollten diesenKilometer  zurück fahren... aber hallo…auch hier standen wir wieder... eine Super- steile Strasse... mit Vollgas hinauf.. keine Chance,... unser Karibu schaffte es nicht.... also zum Teufel mit dem Platz.. dann fahren wir halt weiter und suchen uns den nächsten Camping. Wenige Kilometer witer wurden wir fündig... wir parkten ganz hinten am Strand und gingen noch ne runde baden. Als wir uns bei der Pizzeria erkundigten wo man feinen Fisch essen kann, gaben sie uns den Tipp von „CiuCiu.. also gingen wir den Kilometer zu Fuss, da wir keine Lust hatten, die Velos ab und wieder aufzuladen... es war kein Problem, ein schöner Spaziergang... Das Ciu Ciu haben wir auch gefunden und es nicht bereut.... es war Super-Lecker.. von einer Terrasse im 1. Stock sahen wir auf das Zentrum des kleinen Ortes ;o)
Als wir zurück waren, tobte eine Horde Kinder und Jugendliche auf dem Camping, die mit uns die Nacht da verbrachten. Und wie das in Italien so ist, wurde natürlich fleissig gesungen... bis spät in die Nacht. Schlimm war es aber nicht. Auch die Mücken liessen uns mehr oder weniger in Ruhe...
Am Morgen standen wir früh auf und erfrischten uns erstmal im Meer. Die Kinder fingen schon um halb 8 an zu singen. da stellten wir fest, dass es sich wohl um eine Katholische Gruppe handelte.
Wir verzichteten auf unser Frühstück am Platz, liessen das Wasser ab und suchten uns ein schönes Plätzchen am Meer wo wir Frühstückten 
Wir fuhren dann weiter..schön an der Küste entlang und ab und zu machten wir eine Badepause .-) Die Küste ist wunderschön und wir knipsten viele Fotos. An einem Ort fuhren wir direkt  an den Strand. Da half Stefan und ein paar weitere Italianos einer Frau mit ihrem Auto aus dem Sand, die war völlig im Sand versunken. Es klappte dann nach ein paar Anläufen und wir konnten uns mit frischer Melone am Strand erfrischen.
In einem Dörfchen machten wir einen kleinen Stopp wo wir etwas kleines, feines assen :-)Suchend nach dem Campingplatz Villaggo di Pinemare, denn wir nicht auf Anhieb fanden, wurden wir dann doch noch fündig. Emanuela führte uns mit dem Quat zum Platz. Wir bekamen ein Bungalow mit Dusche, Schlafzimmer und Kühlschrank.  Und dies zum gleichen Preis :) Was will man mehr? Der Platz war sozusagen leer, .. wunderbar..... zum Abendessen gabs dann Fleisch auf dem Grill und frische Zwiebeln, eine besondere Spezialität, diese weissen süssen Zwiebeln, welche wir an der Strasse einem Händler abkauften.... 
Sven aud Deutschland, der 1.5 Jahre durch ganz Europa fährt, gesellte sich dann zu uns, und wir rauchten Shisha und tranken Wein. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und so endete unser abenteuerliche Tag 

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Heute war ein ruhiger Tag. Wir sind erst um 09.30 aufgestanden. Zuerst natürlich ab ins Meer... da waren wir die einzigen ;o)
Dann ein feines Frühstück und ein bisschen Karten studieren für den nächsten Tag. Unter den Pinien war es angenehm kühl. Trotzdem haben wir unser Tartaruga etwas zurück gestellt, damit es, wenn die Sonne über uns ist, genug Schatten hat. Neben uns kam eine 5 köpfige italienische Familie an, zum Glück gingen die dann ab ans Meer ;-)
Irgendwann hat‘s uns dann auch ans Meer verschlagen.... die Campingplatz-Besitzer hatten inzwischen die Sonnenschirme und Stühle für uns aufgestellt. Es war wunderschön, das Wasser Mega-klar.
Und wir sind tatsächlich am Strand eingeschlafen ;-)
Dann ging‘s zurück zum Wäsche waschen und mit dem Fahrrad ein Gelato essen. Nach einem Päuschen machten wir uns wieder auf ans Meer, um zu fischen. Leider bissen die Dinger nicht an,....so gingen wir zurück zum Bungalow und machten uns eine Shisha und ein bisschen Antipasti.
Dann schnappten wir uns wieder die Fahrräder und fuhren nochmals zur Pizzaria. Das Essen war leider nicht so gut..... trotzdem war es ein lustiger Abend, die italienischen Gross-Familien beim Essen und dem typischen gestikulieren zu beobachten... und die lustigen Gesichter, richtige Bauernfamilien ;o) Und mit ein bisschen Wein wurde das Ganze noch lustiger....
Mit dem Fahrrad fuhren wir dann noch etwas über den Campingplatz.... der Wachhund begleitete uns... und wollte spielen.. ein süsser junger deutscher Schäferhund..... Stefan hat sich noch kurz mit Sven unterhalten, er wollte wissen, wie man auf seiner neuen Angel fischt... Morgen bevor wir abfahren, gibt‘s also noch ne kleine Spezial-Einführung von Stefan für den Angler-Anfänger Sven.....
Am selben Abend, nach dem Tagebuch-schreiben fuhren wir nochmals mit dem Fahrrad zur Pizzeria und gönnten uns ein Gelato Tartuffo, eine Spezialität aus der Region... ich fand es nicht sooo gut... Stefan schmeckte es besser...
Die italienischen Familien, waren nun Allesamt mit vollem Einsatz auf der Tanzfläche unter dem Sternenhimmel am tanzen. Für mich war das neu... ich war aber sehr beeindruckt... alle hatten den gleichen Schritt.. es sah fantastisch aus** So was hatte ich bisher noch nie gesehen,  ob Oma und Opa, Papa und Mamma und alle Kinder und Jugendliche, ALLE machten das Gleiche und voll synchron.. wirkich Super..., hätte ich die Schritte gekannt..hätte ich voll mitgetanzt, es war richtig ansteckend. ;)
 
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Heute sind wir früh aufgestanden und begannen unseren Tag mit einem Sprung ins herrlich glitzernde Meer.. es war recht kühl.., aber wir waren wach.., danach gings ab ans packen..
Stefan zeigte Sven noch kurz wie er seine Angel benutzen muss, die er geschenkt bekommen hat...
 
Vor dem auschecken mussten wir noch einen Bancomat suchen.. wir fuhren also bis in die Stadt Pizzo.. dort zeigte uns eine sehr nette Bulgarin wo wir einen finden würden... dann ab mit dem Geld zurück und netten Gastgeber vom Campingplatz bezahlen..Als wir fast wieder auf der Hauptstrasse waren... sahen wir.. dass wir den Bungalow-Schlüssel gar nicht abgegeben hatten... hahaha nochmals zurück... dann aber ab direkt auf die Autobahn wo wir über eine windige, sich noch im Ausbau befindende Autobahn fuhren, mit vielen Brücken, Tunnels und dann nach einer scharfen Kurve erblickten wir die Insel Sizilien..... es war ein wunderschöner Anblick....fast unreal schön…
Vor der Fähre kauften wir uns die Tickets für die Überfahrt... 36.- Euro ist ein stolzer Preis für diese kurze Fahrt dachten wir, da wir das nahe Ufer von Sizilien vor Augen hatten…aber tatsächlich war die Fahrt dann doch noch über 1 Stunde bis nach Messina. Den Campingplatz fanden wir Tip-top mit dem Navi in Giardini Naxos....ein schöner kleiner Platz unter Orangen und Zitronenbäumen..
Mit dem Fahrrad fuhren wir an den Strand.. der war voll... da ja heute Sonntag war.. ;) aber das Wasser  war ziemlich kalt... schliesslich sind wir nun an einem anderen Meer :) ev. gehen wir morgen baden..
Dann studierten wir noch das Programm für den Ätna und die Alcantara Schlucht--- in der Pizzeria auf dem Campingplatz assen wir für 24.- Euro 2 x Spaghetti, 1 Buffala-Pizza, Wein, Wasser und ein Schnäpsle aus der Gegend.... das hat sich mal gelohnt ;) und lecker war‘s auch noch dazu... ;) und nette Bedienung, junge Pizzaiolo’s, immer für einen Scherzio zu haben
Wir standen neben einem deutschen Pärchen, später kamen noch welche von Geneve dazu und ansonsten hatte es ein paar Leute (auch aus der Schweiz), die sich  Vespas gemietet hatten für die Inselumrundung) mit Zelt...
 
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Tag 10 / Ätna-Expedition
 
Heute um 09.15 unternahmen wir eine Jeep-Expedition auf den Vulkan Ätna. Es waren noch 3 Deutsche und 2 Französinnen mit an Bord. Der erste Halt war bei einem erloschenen Lavastrom von 2002.
Dieser endete direkt vor einem Haus. Aus Dankbarkeit wurde dort eine kleine Gedenksstätte errichtet, wo die Leute ab und zur Madonna beten. Tatsächlich ist das Dorf sehr knapp an einer Katastrophe vorbeigekommen, wenn man sieht wie nahe der Lavastrom damals zum stehen kam.
Dann fuhren wir durch einen erloschenen Lavastrom von 1979. Auf und ab, hin und her... diese Jeeps müssen einiges aushalten... es war ein Riesen-Geholpere - uns hat‘s Spass gemacht :-))
Beim 2. Stopp liefen wir ein kurzes Stück durch einen Wald zu einem Aussichtspunkt an einer Felskante. Stefan fand dort doch tatsächlich einen Steinpiltz, der Führer lobte ihn als guten „Fungaiolo“ :-)
Beim Aussichtsturm sahen wir auf das Meer und einen Nebenkrater. Der Guide erklärte uns ein bisschen die Geschichte des Vulkans. Bei diesem Aussichtspunkt konnte man gut sehen, wie bereits die Vegetation wieder über die erloschene Lavafelder in diesem einsamen Tal wuchs.
Beim 3. Stopp besuchten wir eine kleine Grotte. Also Helme und Lampen auf und ab in die kalte Grotte. Früher im 17. Jarhundert, wurde in dieser Grotte der Schnee reingeschaufelt und so wurde durch den Druck der gepresste Schnee zu Eis. Das so gewonnene Eis hat man dann an die umliegenden Städte und Dörfer per Eseltransport verkauft. Anscheinend wurde so das in Italien beliebte „Granita“ erfunden.. wie alte Dokumente belegen.
Die Französin fand hier auch einen Steinpilz. Und unser Guide fand dann auch noch einen, angesteckt durch unsere Sucherei, welchen er uns dann schenkte… :-) Nun wussten wir schon, was bei uns am Abend auf den Grill kommt…
Beim letzen Stopp mussten wir ziemlich weit laufen.. aber es lohnte sich.... wir sahen die erloschenen Lavaströme aus dem 18. Jahrhundert. Die Eruptionen fanden nicht im Hauptkrater selber statt, sondern die Lava wurde auf der Seite des Kraters herausgedrückt. Weiter oben, im Nebel, war der eigentliche Hauptkrater des Ätnas. Von hier oben konnte man die schwarzen Lava-Ströme des Ausbruches von 2002 sehen.
Diese Ströme sind immer noch nicht erstarrt, d.h. unter der Kruste ist es immer noch sehr heiss und kann bis zu ein paar Jahrzehnten dauern, bis alles erkaltet und erstarrt ist…unglaublich, oder..?
Diese schwarzen Ströme von 2002 haben richtige Schneisen durch den Wald gefressen, damals wurden viele Häuser und Hotels einfach verschüttet und verbrannt…Später fuhren wir dann durch den Strom hindurch, denn darüber hat man inzwischen die verschüttete Strasse wieder neu angelegt.
Auf Höhe 1750 Meter war dann die Tour beendet und wir tranken noch etwas in einer Hütte welche für Wanderer, Forscher und Touristen wie uns gebaut wurde.
Hier schenkte uns die nette Französin ihren Steinpilz, was unser Schlemmerherz sehr erfreute…:-)
Sogar der Ätna-Krater zeigte sich noch kurz, bevor er wieder im Nebel verschwand.
Auf dem Weg nach unten schliefen alle im Auto ein. Zurück auf dem Platz waren wir völlig müde. Nach dem Wäsche waschen gings dann mit dem Fahrrad zum einkaufen. War doch noch eine rechte Strecke :-) Auf dem Weg kamen wir voll in einen Regenschauer.... zurückgekehrt verschanzten wir uns halt im Womo :-) Doch kurze Zeit später war die Sonne wieder da :-)
 
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Tag 11 / Alcantaraschlucht und Besuch bei Salvi und Concetta

 
Heute packten wir alles zusammen und fuhren mit unserem Womo Richtung Alcantara Schlucht. Leider war diese nicht sehr gut ausgeschildert,.. aber dank unserer detaillierten Sizilienkarte fanden wir die Schlucht
(Der 2. Eingang ist Gratis, wissen nur die Einheimischen, war ein Tipp von unserem Campingplatzleiter,  der 1. Eingang kostet 5 €.)
So liefen wir die Treppen herunter und wurden entäuscht. Es war alles abgesperrt, da das Wasser momentan noch zu hoch und somit zu gefährlich ist.
Wir wateten barfuss im eiskalten Wasser und nahmen dann wieder den Lift nach oben. Die 5 Euro wären hier absolut zuviel gewesen.. Glück gehabt....
 
Dann fuhren wir weiter nach Ramacca zu Concetta und Salvi.... Ramacca liegt etwas im Landesinneren. Aber leider wiedermal an einem kleinen Hügel od. soll ich sagen Berg? Unser Navi fand die Strasse nicht genau... so kam es, dass wir zuerst ziemlich weit nach oben dieses Dorfes fuhren, was unser Tartaruga knapp schaffte. Per Telefon lotste Concetta uns dann zum Haus.
Die Einfahrt ins 10´000 Leute Dorf ist abenteuerlich.... wieder so ne steile Abfahrt die irgendwie mal gerutscht ist....
Nun begrüsste uns der kleine Giovanni und Concetta... 2 Ihrer 3 Töchter waren zu Hause und wir hatten uns alle viel zu erzählen, währenddessen Concetta etwas feines zum Mittagessen zubereitete.
Später dann kam noch Salvi und die 3. Tochter nach Hause. Wir assen alle gemeinsam Spaghetti con Pistache, Bruschetta, Tomaten Mozzerella und Fleisch.
Danach gesellten wir uns aufs Sofa und die 2 gaben uns Tipps, welche Orte auf der Insel ein "MUSS" sind. Dazu gab es natürlich noch Gelato, welches sehr lecker war.
Gegen 19.00 Uhr zogen wir dann in das Städtchen ""XXXX""" wo wir zuerst ein bisschen den schönen Parco del popolo und die riesiege Treppe mit 142 Tritten besichtigten. Natürlich mussten wir diese wunderschöne Treppe besteigen und unser kleiner Freund, Giovanni begleitete uns...
Danach gings langsam Richtung Ristorante "XXX" wo wir sehr preiswert und fein assen. Für Karin gab‘s nur noch einen Salat... die Spaghetti vom Mittag füllten immer noch Ihren Magen.
Auf der Heimreise nach Ramacca wurden wir im Auto sehr müde.. der kleine Giovanni ist sogar an Stefan‘s Schulter eingeschlafen :-) So ein süsser Kerl..!!
Nach etwas TV schauen gingen wir dann schlafen. Wir durften im Gästezimmer übernachten.... Wir fühlten uns sehr wohl bei der Gastfreundschaft von Concetta und Salvi.

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Tag 12 / Abschied von Salvi und Familie

 

Heute brachte uns Salvi  ein typisch Sizilianisches Frühstück. Dieses besteht aus Mandel-Granita und 2 verschiedene Arten Brot. (1x süss und 1x normal) Zuerst klang das für uns komisch.. wir waren jedoch sehr positiv überrascht wie lecker das schmeckte!!  :-) Für das tägliche Frühstück wäre es jedoch geeignet, dann doch lieber ein Stück Brot mit Honig :-)

 

 Wir fuhren zusammen mit Salvi noch schnell auf den hiesigen Markt im Dorf und kauften feine getrocknete Tomaten. Dies ist einfach ein Muss auf Sizilien. Es war wieder einmal köstlich zuzuschauen, wie alle auf dem Markt flanieren, diskutieren, ihre Ware feil halten und überall darf man von den Spezialitäten kosten, einfach überwältigend so ein Marktbesuch unter Einheimischen, da ist nichts gekünstelt, sonder alles echte „Italianita“.
 
Nach dem Markt verabschiedeten wir uns von der uns lieb gewonnenen Familie von Salvo, wir hatten etwas Tränen in den Augen…
So fuhren wir froh, zu wissen, dass es solche freundliche Menschen gibt, weiter Richtung Messina. Leider hatte es vor Catania Stau. So entschieden "wir" uns, diesen wiedermal zu umfahren..... wir endeten bei einem Dörfchen hoch auf dem Berg vor dem Ätna, der sich inzwischen schön gezeigt hatte, da das Wetter heute super-schön war. Nach ein bisschen herum fahren von Dorf zu Dorf..... fanden wir dann den Weg zur Autobahn wieder und fuhren über Messina nach Millazzo.
Dort fanden wir dann den Campinplatz, aber es war wiedermal haarsträubend..eine MEGA-steile Abfahrt zum Meer.... runter gins ja noch... aber wie kommen wir da jemals wieder hoch? Anscheinend haben die Besitzer einen Jeep, wo sie uns raufziehen können... wir sind mal gespannt :-s
Nach etwas baden und schnorcheln (Stefan sah eine Moräne) am kleinen Strand gingen wir ein bisschen laufen. Es reichte nur gerade zum benachbarten Campingplatz.. wo wir dann feststellten, dass wir ja auf dem Campingplatz  "Riva Esmeralda" stehen und nicht auf dem, denn wir eigentlich ansteuerten :-s ... der richtige wäre nicht so steil gewesen... zwar wären wir dann auch nicht direkt am Meer und so idyllisch  gestanden,  also waren wir auch ganz zufrieden so…
 
Wir gingen ein bisschen spazieren am Strand, über Stock und hinter  Stein :-) Von hier aus sieht man die Insel Strombolli, wo der Vulkan immer noch aktiv ist.
Es war wunderschön..
Zurück assen  wir dann in dem Restaurant mit toller Aussicht. Leider ist es gar nicht zu empfehlen... wir assen sehr schlecht. Zum Glück hat jeder nur 1 Menu bestellt.... so flüchteten wir schnellstmöglich zum Karibu und genossen den Abend am rauschenden Meer.

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Tag 13 / Tindari

Heute morgen wieder weiter, wir organisierten uns vorsorglich schon mal den Jeep, welcher uns die steile Rampe hinauf ziehen sollte...
Mit dem Karibu ....(welches nun Neu „Tartaruga“, Schildkröte, heisst)... fuhr Stefan so weit wie es ging die extrem steile  Auffahrt mit Vollgas im 1. Gang hinauf bis es nicht mehr weiter ging... dann wurde es den Rest mit dem Jeep nach oben geschleppt.... War ein toller Gratis-Service vom Camping und ging ohne irgendwelche Probleme von statten. Wir waren vielleicht froh!! :)
 
Na dann mal weiter durch die Stadt Millazzo, Richtung Palermo. In Tindari fuhren wir denn Berg hinauf zur Wallfahrts-Kirche. Und dort gibt es eine wundervolle Aussicht auf einen seltsam geformten Sandstrand, als volkstümliche Erklärung für die Naturerscheinung des mare secco erzählt man sich folgende Legende: Eine kleines Kind stürzte vom Berg in die Fluten, die Mutter, eine Pilgerin betete in ihrer Not zur heiligen Mutter Gottes. Daraufhin erhob sich aus dem Meer eine Hand und das Kind war gerettet. - Bis heute kann man vor Tindari einen Strand bewundern, der -mit etwas Fantasie- einen von der Insel ausgestreckten Arm mit geschlossener Hand darstellen kann. Vielleicht war die Hand vor Jahrhunderten noch geöffnet.
 
Wir machten uns auf den Weg Nach Marinello...gehört auch zu Tindari.. dort fanden wir einen super schönen Campingplatz "Villaggio Marinello Oliveri" :-) Hier hat es viele Katzen.. wir haben auch eine ganz kleine gesehen.... schade war sie so scheu.... - eine miaute die ganze Zeit auf dem Dach des Kioskes…
Mit dem Fahrrad fuhren wir dann zu dieser wunderschönen Sanddbank (Bild) hinaus... es hatte sehr wenig Leute am Strand. Das Meer war angenehm kühl...

 

Am Abend grillierten wir die feinen Spiessli die wir unterwegs gekauft haben. Die waren lecker :-)

 

Wir machten uns dann nach 8 Uhr mit dem Metall-Suchgerät an den Strand... einer suchte, der andere grub, abwechselnd. Wir fanden ein paar Euro Münzen und sogar noch Liren ;-) Doch fanden wir auch sehr viel Schrott und Fischerblei :)
Ein Herr fragte uns dann, ob wir ihm helfen würden, seinen verlorenen Schlüssel zu suchen. Dies machten wir dann auch - zuletzt mit Taschenlampe - jedoch leider erfolglos.

 

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 Tag 14

Nach einer Nacht mit Jagd auf Mücken, fuhren wir nach dem Frühstück ins Dorf. Es war witzig, zuzusehen, wie viele freiwillige Helfer aus dem Dorf mitmachten die Wiesen, Strände und Anlagen sauber zu halten und das an einem Sonntag. So sollte es überall sein, dann wäre es nicht mehr so verschmutzt.
Wir genehmigten uns dann ein typisch sizilianisches Frühstück bestehend aus Mango- und Kaffee-Granita mit Brioche :-) war super lecker und erfrischend!!
Dann ab an den Strand mit dem Fahrrad... es war sehr anstrengend, mit dem Fahrrad duch den Sand zu fahren... aber viel schneller und doch schöner als diese dürre, heisse Strecke zu laufen.
An einer fast einsamen Bucht machten wir es uns gemütlich. Stefan entschied dann, noch nachträglich das Metallsuchgerät zu holen und machte sich auf die Suche.
Denn hier war ja vor ca. 400 Jahren Barbarossa gelandet und hatte die Umgebung geplündert…
Er fand ein paar alte Teile und eine alte Münze, leider war diese tot.. d.h., es lässt sich nicht mehr rausfinden wie alt diese ist...
Zurück beim Womo assen wir ein bisschen Tomaten mit Mozzarella di Buffalo :) fein und erfrischend…
 
Heute Abend planten wir noch etwas kleines im Dorf essen zu gehen.. zuerst aber noch etwas verdauen beim Schatzsuchen am Strand :)
Leider gabs dieses mal gar nichts.
Wir fuhren dann mit dem Fahrrad ins Dorf und assen Superfein inkl. Wein..  :-)
Zum Nachtisch durften wir zwischen 35 Eis-Sorten wählen...legger…legger…leider sind diese in der CH nicht so gut wie hier, aber die Gelatis aus Italien sind eh nirgends zu toppen.

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Tag 15/Cefalu
 

Heute standen wir früh auf um weit zu kommen. Auf das Frühstück verzichteten wir erstmal und assen dann wieder typisch sizilianisch ein brioche mit  Mango-Granita ;)
 
Unser Ziel war San di Stefano.... wo wir bereits im Dofeingang auf den ersten Keramik- Tonladen trafen... wunderschöne Sachen waren ausgestellt. Vom kleinste detailierten Ding, über Teller bis zur riesigen Tischplatten... hier könnte man mit viel Geld sein Haus farbenfroh einrichten. Wir beschränkten unseren Einkauf jedoch auf kleine Geschenke und 2-3 Sachen für uns....leider waren die grossen Sachen trotzdem recht teuer - Handarbeit halt....
Der nette Herr beim 2. Shop erzählte uns dann seine Lebensgeschichte und detailierte Ansichten über sein Kunsthandwerk, was sehr spannend war.
 
Nun gings weiter nach Cefalu. Wir mussten ausserhalb der Stadt parken, vor der Abfahrt Richtung Hafen und hatten so einen Überblick über die Bucht, an der wir ursprünglich unsere Ferien buchen wollten (da hatten wir noch kein Womo).... zum Glück hatten wir das nicht gemacht.. ich denke es wäre uns dann doch zu langweilig geworden (trotz Auto mieten), 2 Wochen dort zu verbringen... für eine interessante  Besichtigung war‘s aber ok.  Es hatte viele Kunsthandwerk- und Souvenir-Läden,  halt alles wieder sehr touristisch.. was uns nicht so zusagt...
Unterwegs in einer Gasse sah ich eine Frau mit einem Kiste voller dicker, grosser Feigen...ich machte Stefan darauf aufmerksam und er rannte der Frau sofort hinterher und fragte, wo sie diese her hätte - sie erwiderte, dass diese Privat aus den Bergen seien... ob wir denn welche wollten..? Natürlich, sehr gerne…;)***  6 Stk. wären toll, meinten wir.. wir bezahlten dem alten Paar 3 Euro... und sahen später in der Tüte,  dass uns dieses liebenswerte Päärchen sogar 9 Stk. in die Tüte gesteckt hatte…wir haben uns sehr darüber gefreut, Italia eben…. wo gibt‘s das schon??!!
 
Wir schnappten uns noch ein feines, duftendes Hähnchen mit Patata Fritte und fuhren mit dem Womo weiter, nachdem wir „unseren Strafzettel entsorgt“ hatten, welcher uns ein netter „Parkwächter“ verpasst hatte… in den Ferien bezahlen wir keine doofen Bussen… der Parkplatz war nicht als verboten markiert…
 
Leider fanden wir keinen schönen Schattenplatz mehr untwerwegs.. obwohl wir vor Cefalu so viele schöne Taucherplätze gesehen hatten, tauchten nun keine solche Plätze mehr auf und unser Hähnchen wollte doch verputzt werden.. irgendwann bogen wir dann auf einen "Campingplatz“ ab... es wahr wohl eher ein Parkplatz am Meer.... dort assen wir dann das ganze an der heissen Sonne.... dann schnell wieder zurück zum Womo. Dem Parkwächter gaben wir 1 Euro 2o und eine Feige.. da er denn ganzen Tag anscheinend nichts gegessen hatt..Mann, hatte der eine Riesenfreude…  :)
 
Danach war eigentlich unser  Ziel das Cap de Vino===??? Leider kamen wir da nie an... die Fahrt durch Palermo war kein Problem... jedoch fanden wir dann den Campingplatz nicht und die Bucht sagte uns nicht wirklich zu, so kam es, dass wir wieder Richtung Palermo fuhren und den Campingplatz "Isola de la femmine" suchten... die Italiener bauen vielleicht Strassen... unglaublich--
Gesucht gefunden.... leider nicht all zu schön... also baden konnte man hier gar nicht.... .. wir waren aber froh.. endlich geparkt zu haben....
Die Engländer mit ihrem Riesen-Womo, welchen wir schon in Pompeji und Oliviero begegneten, trafen wir auch hier wieder… :)
Wir informierten uns dann über denn Ausflug für morgen nach Palermo und zottelten ca. 400 Meter vom Platz in ein vom Campingplatz empfohlenenes Restaurant. Dort gabs für 25 Euro ein Menu inkl. Vino und Wasser.. und sogar Limoncello... einfach der Wahnsinn.. Stefan und ich wurden davon ordentlich statt.. und etwas angetrunken, hihi..;o)

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 Tag 16 Palermo

Heute gehts nach Palermo. Leider haben wir vor Gemütlichkeit beim frühstücken den 9 Uhr Bus verpasst... so mussten wir halt den für 10 Uhr nehmen. Als wir bei der Tankstelle warteten, sagten uns glücklicherweise 2 Herren, dass die Bushaltestelle wegen eines Festes für 5 Tage an eine andere Stelle versetzt wurd, ca. 5 Minuten Fussweg. So mussten wir noch ein gutes Stück laufen aber wir schafften es zum Glück. Mit 1x umsteigen kamen wir dann im Zentrum von Palermo an. Die Fahrt mit dem Bus dauerte sehr lange....
Wir stürzten uns als erstes auf den alten Markt mit den vielen, verschieden Lebensmittel, Gewürzen, Düften und den vielen Händler, welche ihre Waren anpreisen, schon etwas orientalisch…leider sehr klein, aber überschaubar und doch einen Besuch wert. Im fliessenden Übergang wechselten wir dann auf den Textil Markt. Wir deckten uns hier mal ordentlich mit Sachen ein, die wir im Laufe unserer Reise als für wichtig empfanden und nicht dabei hatten… :-) Feilschen ist nicht mehr so einfach wie früher.... die Schmuck und Gürtelstände sind hier voll in indischer Hand* und die sind sehr organisiert, das spürt man hier sehr gut…
Nach einem erfrischenden Granita in einem Caffee gings dann Richtung Katakomben, einem der makabren Highlights von Palermo.... diese fanden wir nicht auf Anhieb und wir irrten ziemlich lange zu Fuss und mit Bus umher…bis wir endlich die Via Cappuccini und somit auch die Katakomben. Hier sind 8000 Mumien "gelagert". Die meisten sind aus dem 18. Jahrhundert... die älteste aus dem 16. Jahrhundert..... Viele noch wie damals gekleidet.... erstaunlich wie gut die Mumien erhalten sind…Beeindruckend und traurig waren die vielen Kleinkinder, Kinder und Jugendliche darunter. Und natürlich die berühmte Rosalia... als würde sie schlafen.... beängstigend*
Hier ein paar Bilder und einen Bericht darüber
 
 
  Die Katakomben der Kapuziner sind einer der beeindruckenden und düstersten Orte in der Hauptstadt Siziliens. Sie stellen ein Netz der verzweigten unterirdischen Gänge dar, die von den Kapuzinern im Spätmittelalter gebaut worden sind. Im Kontrast zu den wunderschönen Kirchen und Kathedralen von Palermo, sehen die Katakomben wie ein richtiges Land der Toten aus. Denn die Exponate, die hiesige Gänge besiedeln, sind sehr ungewöhnlich.
Am Ende des 16. Jahrhunderts haben die Kapuziner offenbart, dass die Luft in den Katakomben eine besondere Komponente enthält, die die Leiber der Toten selbst mumifizieren kann. Bald haben natürlich nicht nur die Kapuziner, sondern auch alle anderen Einwohner von Palermo über besondere Eigenschaften der unterirdischen Atmosphäre erfahren.
Seitdem galten die Katakomben der Kapuziner im Laufe von einigen Jahrhunderten als die angesehene Begräbnisstätte in der Stadt. So hat sich allmählich der größte Teil der gruseligen Exposition des Museums gebildet. Diejenigen, die es wagen, in die Katakomben herunterzukommen, können mehr als 8 000 Mumien besichtigen.
Die älteste Mumie in dieser Exposition gehört zum Ende des 16. Jahrhunderts. Das letzte Begräbnis ist hier am Anfang des 20. Jahrhunderts stattgefunden. Der Leib der zweijährigen Rosalia Lombaro hat sich bis heute erstaunenswert erhalten. Die Mitarbeiter des Museums nennen dieses Exponat „Schlafende Schönheit“.
Es ist klar, dass ein Spaziergang durch die Gänge der Katakomben nichts für Leute mit schwachen Nerven ist. Nach den ersten 10 Minuten, wenn das Nervenzittern vorbei ist, kann man sich in den Katakomben umsehen und versuchen, die Struktur der Hallen zu verstehen. In den Katakomben der Kapuziner gibt es einige Mini-Expositionen. Hier gibt es „Männerhalle“, „Frauenhalle“, „Jungfrauenhalle“, „Kinderhalle“, „Kapuzinerhalle“, „Priesterhalle“ und „Professorenhalle“. In der letzten Halle ruht übrigens die Mumie des hervorragenden Malers Velaskes. Viele Mumien haben immer noch ihre Begräbniskleidung an. Sehr beeindruckend sind zwei an der Wand stehende Bräute, die ihre Köpfe zueinander neigen.
Dieses „Totenkönigtum“ befindet sich auf dem Territorium des Kapuzinerklosters, mitten im Zentrum von Palermo, auf dem Piazza Cappuccini 1. Die Geistesstarken brauchen nur 1,5 Euro zu bezahlen, um diese besondere Ausstellung zu besichtigen. Die Katakomben der Kapuziner haben täglich von 9.00 bis 17.00 auf.
 
Wir waren froh als wir wieder an’s wärmende Tageslicht kamen und wussten, wir dürfen noch leben und uns der Schönheiten dieser Erde erfreuen…
Wir machten uns wieder auf den Rückweg zu unserem Campingplatz und dabei stiessen wir zufällig auf einen riesigen Gemüse-Markt... ob das nun der war, denn wir eigentlich am Anfang suchten??
Mit dem Bus gings zurück zur Umsteigestation, leider verpassten wir den Bus nach "Isola de la femmine" um ganze 12 Minuten und der Nächste fuhr erst 1,5 Stunden später :-s .. also fuhren wir noch ein paar Stationen Richtung Stadtzentrum zurück und deckten uns mit allerlei Leckereien ein... so dass wir schon fast wieder „stressen“ mussten, um den 6 Uhr Bus auch wirklich zu erwischen ;o)
Zurück am Campingplatz machten wir uns sofort auf ins Meer.... die Hitze am Tag hatte uns echt geschafft. Leider ist der Einstieg ins Meer nicht der schönste.... von Felsen und Riffen geprägt.. aber das war uns egal.. Hauptsache eine schöne Abkühlung :) frisch machen und wieder ab nach Palermo…inzwischen war auch schon fast 20.00 Uhr. Die Engländer, die wir bereits in Pompeji gesehen hatten, kamen uns gerade entgegen, als wir abfahren wollten, sie waren bis jetzt in der Stadt geblieben. Dieses ältere Ehepaar aus England ist seit 1,5 Jahren in ganz Europa unterwegs.... sehr beeindruckend.... von Ihnen haben wir am Morgen im Bus Richtung Palermo auch erfahren, dass Michael Jackson vor ein paar Tagen starb :-s
Am Abend schlenderten wir durch die Märkte und gönnten uns noch ein Gelato. Ab dem 25. Juni ist ein XX Tägiges Fest. Die ganze Piazza war voller Leute** und das auch noch um 23 Uhr**  In Italien ist einfach immer etwas los am Abend... es war ja schliesslich erst Montag**
Ich studierte an einem Geburtstag herum, dachte ich hätte diesen verpasst... als wir dann auf dem Kalender im Händy nachschauten, sahen wir, dass Heute der 29. war und nicht der 30. wie wir fälschlicherweise  dachten*** Und wir waren der Ansicht, das dies unser letzter Abend vor der Heimreise mit der Fähre wäre…Nun hatten wir plötzlich einen „geschenkten Tag“ das war vielleicht witzig** hätten wir das gewusst, hätten wir locker noch in den Westen fahren können... :-s das nervte uns nun ein bisschen... schön war aber zu wissen, dass wir noch mal einen Tag am Meer verbringen konnten :)
 
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Tag 17 Der gewonnene Tag
 
Heute ist also der "gewonnnene Tag"... wir nehmens gemütlich... frühstücken schön und dann ab mit den Velos an eine schöne Bucht... nach ein bisschen Fahrt haben wir dann nach den Partystränden ein kleines öffentliches Strändchen gefunden, wo es einen superschönen Einstig ins Meer hatte :)
Wir verbrachten denn ganzen Tag da ...
Am Abend gingen wir wieder in die Stadt und assen fein zu Abend mit ein bisschen Wehmut, dass wir Morgen Sizilien, diese schöne Insel mit ihren liebenswerten Menschen verlassen werden.

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 Tag 18 / Rückreise via Fähre Palermo-Genua

Heute ist der Tag X da... :(
Wir fuhren nochmals an den Strand um ein letztes Mal das Meer zu geniessen. Danach ab zum Womo, aufräumen und duschen. Wir fuhren dann mit dem Womo nach Palermo... mit dem Navi fanden wir den Hafen tip top :) Wir parkten das Womo hier für 1,5h und gingen zu Fuss nochmal etwas feines in Palermo essen.
Danach schnappten wir das Womo wieder und machten uns auf die Suche nach einem Supermarcato... den wir nach einigen Umwegen dann auch fanden. ´Wir kauften noch das Wichtigste ein.... leider hatte es denn feinen Eistee nicht, darum mussten wir noch über die Strasse, damit wir diesen auch bunkern konnten :)
Wir gönnten uns auch einen 6 Kilogramm Parma-Schinken :D
Dann alles in die Kühlbox und zurück zum Hafen! . Wir trafen noch ein Deutsches Ehepaar aus Villingen-Schwenningen mit ihrem Wohnwagen und tauschten noch etwas Erfahrungen. …“ War gut….“ ;o)
 
Das letzte Gelato in Sizilien gabs auch noch.. danach ab auf die Fähre und unsere Kabine beziehen. War ganz oke, für eine Nacht...
Wir standen dann auf der Fähre als diese ablegte.... war lustig... ca. 30 Leute verabschiedeten mit Tanz, Musik (Gitarre und Rassel) und Gesang ihre Kinder.... das musste ich filmen... sieht man auch nur im Ausland :)
Wir besichtigten dann die Fähre.. war schön eingerichtet mit Cafes, Restaurants, Shops und Kino.
Als wir dann jedoch um ca. 21.30Uhr Abendessen wollten, stellten wir mit Schrecken fest, dass das a la Carte Resti gerade zu machte und das Self Service in 15 Minuten... etwas komisch - nicht? Das Essen im Self-Service liess sehr zu wünschen übrig.. aber dafür sehr teuer.... Touristenvera***sche halt. Auch die Cafes schlossen sehr früh und es gab nur noch die Möglichkeit in der Disco was zu trinken zu bekommen..! diese war uns jedoch zu laut…, so gingen wir in’s Kino und schauten uns einen Film an, danach entschlossen wir uns in die Kabine zu gehen....da hatten wir ja Wasser und müde waren wir auch...
Fazit: es empfiehlt sich also, das Abendessen und das Frühstück selber mitzunehmen.
 
Die Nacht war ganz OK mit ein wenig geschaukle :) Das Frühstücksbuffet schloss jedoch auch schon um 9.30 und somit gabs nur ein Brioche und ein schrecklich schmeckende Schokolade und für Stefan einen Kaffee.....
Die Angestellten sind auch nicht wirklich motiviert und sympatisch.... wir waren also enttäuscht.. ziemlich unorganisiert.. keine Info - nichts.....
Um ca. 5Uhr fuhren wir dann in den Hafen ein.....zuerst durften nur die Fussganger das Schiff verlassen und dann diejenigen mit den Autos.... wir fühlten uns wie auf der Titanic ;o) alles wurde gesperrt... die Kabine mussten wir um 15.30 verlassen und uns in einem Cafe einfinden....wir gingen aber nach draussen und warteten an der frischen Seeluft....
Die Auffahrt zur Autobahn war tip top... wir fuhren mit 1 Halt bis nach Flurlingen...waren genau um Mitternacht zu Hause... schon schön...wieder zu Hause zu sein :)

 THE END :))

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